Salonkultur - Der Literarische Salon - Berlin

Litrarische Salonkultur

Veranstaltungen 2008
Gelaufene Veranstaltung

Mittwoch, 09. April 2008 um 20.30 Uhr
in der Z-BAR

Lesung

Ingrid Bettin liest aus ihrem Buch "Flucht nach Afghanistan" (Königshausen & Neumann 2007)

Die fortschreitende Dauer und zunehmende Brutalität des Afghanistan-Einsatzes provoziert Zweifel. Hat die Internationale Gemeinschaft versagt?

Ingrid Bettin hat das Land vor dem „Dreißigjährigen Krieg“ kennengelernt. Bevor Russen, Amerikaner und Europäer das Land mit ihren Waffen überzogen. Sie wird aus ihrem Buch „Flucht nach Afghanistan“ lesen und berichten, wie es zu der schwierigen Situation in Afghanistan kommen konnte. Ingrid Bettin hat die grenzenlose Toleranz und die geradlinige Haltung der Afghanen erfahren und bewundert.

Zum Inhalt des Buches: Es ist die Zeit des kalten Krieges, in der es auf der Welt gefährlich brodelt. Es brodelt in Berlin und es brodelt - von der Welt noch unbemerkt – in Afghanistan. Just an dem Tag, als die hochschwangere Autorin mit ihrer kleinen Familie auf dem Flug nach Kabul ist, erschüttert ein kommunistischer Putsch das bislang friedliche islamische Land.

Ingrid Bettin weiß zunächst nicht viel über ihre neue exotische Heimat. Sie beschreibt unvoreingenommen, was sie beobachtet, was sie erlebt. Sie begegnet der fremden Welt Afghanistans jener Zeit, trifft auf offene, tolerante Menschen voller Würde und staunt, registriert und fragt, aber urteilt nicht. Unter abenteuerlichen Bedingungen bringt sie in Kabul zwei Kinder zur Welt und assistiert unter Qualen bei der Beschneidung ihres jüngsten Sohnes.

Je mehr sie von den Menschen und deren Mentalität versteht, je besser sie über die politischen Vorgänge im Land informiert ist, desto größer wird ihre Bewunderung für die Geradlinigkeit und Mut, mit dem sich die stolzen Afghanen gegen das neue kommunistische Regime wehren. Das ist trotz sowjetischer Unterstützung schwach und konfrontiert die Bevölkerung mit brutaler Gewalt. Die kritische Oberschicht wird mundtot gemacht oder flieht. Vor den Augen der Autorin vollzieht sich eine politische und menschliche Katastrophe.

 Ingrid Bettin
Bild: © Lara Nachtigall
Ingrid Bettin hat eines jener immer wieder erstaunlichen Bücher vorgelegt, die in einer packenden, zupackenden Sprache Lebens- und Liebesgeschichte, Erlebnisse und Erfahrung aus dem Privaten ins Politische umsetzen und in einer faszinierenden Spannung verdichten...“ Die politische Bühne, 3. Juli 2007

Der Literarische Salon Britta Gansebohm
in der Z-BAR
Bergstr. 2, Nähe S-Bahnhof Oranienburger Straße , 10115 Berlin
www.z-bar.de
Der literarische Salon
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