Salonkultur - Der Literarische Salon - Berlin

Litrarische Salonkultur

Veranstaltungen 2006
Gelaufene Veranstaltung

Donnerstag, 01. Juni 2006 um 20.30 Uhr
im BKA-Theater

Lesung & Gespräch mit Wilfried Nelles, Erdmute Henning und Gernot Wolfram

Familienstellen. Die Hellinger-Kontroverse

Für die einen ist Bert Hellinger ein therapeutisches Genie, ein weiser Lehrer und radikaler Aufklärer. Andere bezeichnen ihn als faschistoiden Psychoguru und seine Methode des Familienstellens als esoterischen Humbug. Ist Bert Hellinger ein "Nazi"? Ein Scharlatan mit dubiosen Methoden? Oder weist seine Bemühung um Versöhnung einen befreienden Weg aus Verstrickung und Schuld?

In seinem Buch "Die Hellinger-Kontoverse" (Herder spektrum 2005) untersucht Wilfried Nelles die sachlichen und ideologischen Grundlagen der Kontroverse. Er schildert das Verhältnis des Hellingerschen Familienstellens zur Systemischen Theorie. Und er erklärt Hellingers Stellung zum Nationalsozialismus, seinen Begriff von Schicksal und Verantwortung.

Erdmute Henning, Dr., Jahrgang 1948, Psychotherapeutin (ECP) und Familientherapeutin (DGSF), ist in eigener Praxis tätig, bildet an ihrem Institut, dem Systemischen Kolleg,seit 1996 Familientherapeuten aus und arbeitet als Systemische Supervisorin. Sie orientiert sich am Wachstumsmodell von Virgina Satir. Erdmute Henning hat sich mit dem Familienstellen nach Hellinger auseinandergesetzt.

Gernot Wolfram, Dr. phil, Jahrgang 1975, arbeitet als Dozent, Journalist und Autor. 2003 erschien sein vielbeachteter Erzählungsband "Der Fremdländer". Sein erster Roman "Samuels Reise" erschien 2005, 2006 sein Buch "Birg mich" über Zionismus und jüdische Identität in der deutschen Literatur. Gernot Wolfram hat sich mit dem Antisemitismus in der deutschen Sprache beschäftigt, unter anderem mit den antisemitischen Einflüssen in der Sprache Hellingers.
Wilfried Nelles, Dr. phil, Jahrgang 1948, ist als Systemtherapeut, Paar- und Organisationsberater tätig. Nach dem Studium der Politologie, Sozialbiologie und Psychologie war er zwölf Jahre in der sozialwissenschaftlichen Forschung und Lehre tätig. Seit 1996 arbeitet er mit dem Ansatz von Bert Hellinger.
Moderation: Britta Gansebohm
Der Literarische Salon Britta Gansebohm
im BKA-Theater
Mehringdamm 34, Berlin-Kreuzberg (UBhf.: Mehringdamm), 10961 Berlin