Salonkultur - Der Literarische Salon - Berlin

Litrarische Salonkultur

Veranstaltungen 2010
Gelaufene Veranstaltung

Donnerstag, 25. März 2010 um 20.30 Uhr
in der Z-BAR

Lesung mit anschl. Gespräch

Marleen Stoessel liest aus ihrem Buch "Lob des Lachens. Eine schelmengeschichte des Humors"

(BIBLIOTHEK DER LEBENSKUNST im Insel Verlag)


Bild: © Suhrkamp / Insel
Humor und Lachen sind Wesenszüge des Menschen, sind Signum menschlicher Freiheit und Souveränität. Als geistige Waffen werden sie zur höchsten und oftmals auch schwärzesten (Über-)Lebenskunst. Marleen Stoessels Essay ist eine Geschichte des Humors und zugleich eine amüsante Sammlung von Anekdoten und Aphorismen, von Geschichten und Sprüchen, in deren „wandernder Mitte“ der „Trickster“ erscheint, die in allen Kulturen wirkende Narrengestalt. Dieser Gestalt und ihrer humorbildenden Kraft folgt die Autorin quer durch Kulturen und Kulturgeschichte. Bei ihrer Spurensuche legt sie die konfliktlösenden Kräfte und die schelmischen Wurzeln des Humors frei. Das Wissen um die gemeinsamen Wurzeln erleichtert nicht nur das Verständnis und den Respekt für das Fremde, es zeigt mehr noch, wie das schelmische Erbe trotz aller Unterschiede eine gemeinsame (Humor-)Sprache ermöglicht, die in zahllosen Geschichten überliefert wird, die als „stille“ oder Flüsterpost von Ort zu Ort, von Land zu Land, von Kultur zu Kultur wandern und sich als das lachende „Dritte“ gegen eine Welt der puren Zweckmäßigkeit behaupten.

Die BIBLIOTHEK DER LEBENSKUNST greift die alte Frage nach der "richtigen" Gestaltung des Lebens auf. Sie versteht sich als eine Sammlung von Reisebegleitern durch unsere Lebenswelten. Die Bibliothek bewegt sich zwischen Literatur und Wissenschaft, braucht keine Fußnoten, schärft die Wahrnehmung, lädt ein zum Denken, macht Lust zum Philosophieren - und auf die Kunst, zu leben.
 Marleen Stoessel
Bild: © privat
Marleen Stoessel lebt als freie Autorin und Kulturpublizistin in Berlin. Sie arbeitete an Universität und Theater, inszenierte u. a. in Bonn und Berlin und veröffentlichte zahlreiche essayistische und literarische Arbeiten, Kolumnen und Gespräche für Presse, Rundfunk und Fernsehen. 1983 erschien ihr Buch "Aura – Das vergessene Menschliche. Zu Sprache und Erfahrung bei Walter Benjamin" im Carl Hanser Verlag. Zuletzt erschienen: "Religion und Vernunft – Plädoyer für eine europäische Nicht-Identität", Frankfurter Hefte 5/2006; "Verkleidete Engel - oder: Wie gastfrei ist unsere Kultur?", Frankfurter Hefte 11/2006; "Löwenpastete - Humor und Geistesgegenwart bei Walter Benjamin", Lettre International 79, 200
Moderation: Britta Gansebohm
Der Literarische Salon Britta Gansebohm
in der Z-BAR
Bergstr. 2, Nähe S-Bahnhof Oranienburger Straße , 10115 Berlin
www.z-bar.de
Der literarische Salon
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