Salonkultur - Der Literarische Salon - Berlin

Litrarische Salonkultur

Veranstaltungen 2003
Gelaufene Veranstaltung

Samstag, 29. März 2003 um 20.30 Uhr
in der Z-BAR

Lesung

Jerusalem... einen Mund voll Buchstaben Lesung mit Alain Rivière und Gernot Wolfram

Noch ein Salon?

Ja. Ein kleines Zimmer für den Zeitgeist, für Wörter von A bis Z....auch für den Raum zwischen den Zeilen, für Zerstreuung und Zentriertheit, nicht für Zyniker geeignet, aber für den Zar und den Zimmermann...für Zambas und Zambos und vielleicht erklingt auch einmal die Zanza...? Der Z-Salon wird am 29. März mit Musik und Literatur eröffnet.

Zwei Schriftsteller, der eine aus Paris, der andere aus Berlin, nähern sich mit ihren Gedichten und Erzählungen Themen, die als ein geheimes Sandkorn die Stadt Jerusalem und das, was sie als Symbol bedeutet, in sich tragen.

Gernot Wolfram, der 2002 den Walter-Serner-Preis erhielt, wird Auszüge aus seiner Erzählung über den in der Ukraine ermordeten Dichter Bruno Schulz lesen, der, kurz bevor er starb, einige großartige Fresken in der Villa eines SS-Offiziers malte, die von Jerusalemer Experten erst vor wenigen Jahren heimlich nach Israel geholt wurden.

„Einen Mund voll Buchstaben“ heißt es bei Alain Rivière – ist das nicht auch ein Bild für die Konzentration auf das Wesentliche? Man darf also auf diese Lesung gespannt sein.
Dr. phil. Gernot Wolfram
Bild: © Arash Marandi
Gernot Wolfram, 1975 geb. in Zittau/Sachsen, lebt als Autor und Publizist in Berlin.
Er schreibt Essays, Romane, Erzählungen, Theatertexte und publizierte eine Vielzahl von Artikeln und Essays in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, WELT, der Süddeutschen Zeitung, taz und Jüdischen Allgemeinen. Wolfram schreibt vor allem über Grenzerfahrungen von Menschen, die zwischen verschiedenen Kulturen unterwegs sind oder sein müssen, und beschäftigt sich mit den „nomadischen Erfahrungen“ von Menschen in großen Metropolen. Für seine Erzählung "Am Radio" erhielt er 2003 den "Walter-Serner-Preis", 2010 erhielt er den Inselschreiberpreis Sylt. Seine Erzählungen wurden in acht Sprachen übersetzt. Sein viel beachteter Essayband "Der leuchtende Augenblick - Über Menschen und Orte des Lesens" wurde als wichtiger Beitrag zu einem anderen Leseverständnis rezipiert. Im November 2018 erscheint sein neuer Essay "Die Kunst, für sich selbst zu sprechen" als Eigenproduktion der Bundeszentrale für politische Bildung.

Veröffentlichungen

  • Der Fremdländer, DVA, München 2003
  • Samuels Reise, DVA, München 2005
  • Birg mich - interkultureller Dialog und jüdische Identität bei Paul Celan und Chajim N. Bialik, Berlin [u.a.] 2006 (zugleich Diss. FU Berlin 2005)
  • Paul Mühsam - Der Widerstand der Wörter. Ein Leben zwischen Deutschland und Palästina (1876 - 1960), Hentrich & Hentrich, Berlin 2006
  • Paul Celan 1920 - 1970. Der Dichter des Anderen, Berlin 2009
  • Das Wüstenhaus, DVA, Berlin 2011
  • Der leuchtende Augenblick: Über Menschen und Orte des Lesens, Hentrich & Hentrich, Berlin 2013
Der Literarische Salon Britta Gansebohm
in der Z-BAR
Bergstr. 2, Nähe S-Bahnhof Oranienburger Straße , 10115 Berlin
www.z-bar.de
Der literarische Salon
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