Salonkultur - Der Literarische Salon - Berlin

Litrarische Salonkultur

Veranstaltungen 2004
Gelaufene Veranstaltung

Mittwoch, 09. Juni 2004 um 20.00 Uhr
im Klub im Podewil

Lesung & Gespräch

Unterwegs - Auf dem Weg nach Europa

Meisterhafte Erzählungen über menschliche Begegnungen in Prag, Berlin, Poznan und in der Provinz irgendwo in der Mitte Deutschlands von Franziska Gerstenberg und Gernot Wolfram. In Kooperation mit dem Goethe-Institut

Die Erzählungen handeln vom Aufbruch, vom Suchen, von kleinen und großen Fluchten, vom Zusammentreffen und von Täuschungen; Menschen auf Reisen, in der Fremde - Deutsche im Ausland, Städter auf dem Lande, Menschen zwischen Ost und West und immer in Europa.

Franziska Gerstenberg und Gernot Wolfram, beide in Sachsen geboren, der gleichen Generation angehörig und beide als "meisterhaft" für ihre Debüt-Erzählbände von der Presse gelobt, treffen auf ein ausländisches Fachpublikum: Gäste des Goethe-Institutes.

Vierzehn Kulturmittler aus 10 Ländern; aus Brasilien, China, Frankreich, Georgien, Irland und dem Libanon, aus Slowenien, Spanien, der Türkei und der Ukraine sind eingeladen, sich zwei Wochen lang in Deutschland mit aktueller Literatur auseinander zu setzen. Die Gäste, tätig in verschiedenen Berufen, beschäftigen sich alle professionell mit Literatur, besonders mit deutscher Literatur. Sie arbeiten als literarische Übersetzer, Literaturagenten, Literaturwissenschaftler und in Verlagen. Sie werden eigene, vielleicht überraschende Fragen an die Autoren haben.


Franziska Gerstenberg, geboren 1979 in Dresden, lebt in Hannover. Sie liest aus ihrem Debüt "Wie viel Vögel" und Unveröffentlichtes.
Dr. phil. Gernot Wolfram
Bild: © Arash Marandi
Gernot Wolfram, 1975 geb. in Zittau/Sachsen, lebt als Autor und Publizist in Berlin.
Er schreibt Essays, Romane, Erzählungen, Theatertexte und publizierte eine Vielzahl von Artikeln und Essays in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, WELT, der Süddeutschen Zeitung, taz und Jüdischen Allgemeinen. Wolfram schreibt vor allem über Grenzerfahrungen von Menschen, die zwischen verschiedenen Kulturen unterwegs sind oder sein müssen, und beschäftigt sich mit den „nomadischen Erfahrungen“ von Menschen in großen Metropolen. Für seine Erzählung "Am Radio" erhielt er 2003 den "Walter-Serner-Preis", 2010 erhielt er den Inselschreiberpreis Sylt. Seine Erzählungen wurden in acht Sprachen übersetzt. Sein viel beachteter Essayband "Der leuchtende Augenblick - Über Menschen und Orte des Lesens" wurde als wichtiger Beitrag zu einem anderen Leseverständnis rezipiert. Im November 2018 erscheint sein neuer Essay "Die Kunst, für sich selbst zu sprechen" als Eigenproduktion der Bundeszentrale für politische Bildung.

Veröffentlichungen

  • Der Fremdländer, DVA, München 2003
  • Samuels Reise, DVA, München 2005
  • Birg mich - interkultureller Dialog und jüdische Identität bei Paul Celan und Chajim N. Bialik, Berlin [u.a.] 2006 (zugleich Diss. FU Berlin 2005)
  • Paul Mühsam - Der Widerstand der Wörter. Ein Leben zwischen Deutschland und Palästina (1876 - 1960), Hentrich & Hentrich, Berlin 2006
  • Paul Celan 1920 - 1970. Der Dichter des Anderen, Berlin 2009
  • Das Wüstenhaus, DVA, Berlin 2011
  • Der leuchtende Augenblick: Über Menschen und Orte des Lesens, Hentrich & Hentrich, Berlin 2013
Moderation: Britta Gansebohm
Der Literarische Salon Britta Gansebohm
im Klub im Podewil
Klosterstr. 68-70, Mitte-Tiergarten-Wedding, 10179 Berlin
www.podewil.de
Der literarische Salon
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