Salonkultur - Der Literarische Salon - Berlin

Litrarische Salonkultur

Gelaufene Veranstaltung

Mittwoch, 18. Oktober 2017 um 20.30 Uhr
in der Z-BAR

Lesung mit Gespräch

Stefan Ferdinand Etgeton liest aus seinem aktuellen Roman „Das Glück meines Bruders“ (C.H. Beck, 2017)

Eine Veranstaltung des gemeinnützigen Vereins „Freunde und Förderer des Literarischen Salons e. V.“

In einem beschwingten, fein ausgehörten Ton erzählt dieser Roman, angesiedelt in Belgien und Holland, Südhessen und Bochum, die paradoxe und komisch-berührende Geschichte zweier Brüder, von denen der gesündere am Ende eher der Verlorene ist, während der beschädigte sein Glück findet.
Botho und Arno van Dijk machen einen letzten Abstecher ins belgische Doel, wo ihre Großeltern lebten und sie viele Feriensommer und Weihnachtsfeste ihrer Kindheit und Jugend verbracht haben. Sie möchten das vor dem Abriss stehende Haus noch einmal erleben und Botho hofft außerdem, seine Jugendliebe Lenie wiederzusehen.

PRESSESTIMMEN

Das Glück meines Bruders‘ handelt von einer komplizierten Bruderbeziehung und beeindruckt mit Mut und Aufrichtigkeit.«
Melanie Weidemüller, Deutschlandfunk, Büchermarkt, 9. August 2017

»Etgeton schreibt im bezwingenden Tempo. Mitreißend.«
Janina Fleischer, Dresdner Neueste Nachrichten, 12. August 2017

»Eine großartig erzählte Story, interessant und intelligent.«
Mittelbayerische Sonntagszeitung, 13. August 2017


 Stefan Ferdinand Etgeton
Bild: © Christoph Mukherjee
Stefan Ferdinand Etgeton, 1988 geboren im westfälischen Bergbaustädtchen Mettingen, studierte Volkswirtschaftslehre in Köln, Warschau, Utrecht und Berlin. 2013 erhielt er den Evangelischen Literaturpreis, beim MDR-Literaturwettbewerb 2014 gewann er den Jury- und den Publikumspreis und bei der Wuppertaler Literatur Biennale 2016 erhielt er den Hauptpreis. 2015 erschien sein erster Roman "rucksackkometen" bei C.H.Beck. Stefan Ferdinand Etgeton promoviert in Berlin zu Themen der Sozialpolitik und Arbeitsmarktökonomik.
Moderation: Britta Gansebohm
Freunde und Förderer des Literarischen Salons e.V.
in der Z-BAR
Bergstr. 2, Nähe S-Bahnhof Oranienburger Straße , 10115 Berlin
www.z-bar.de
Gelaufene Veranstaltung

Freitag, 06. Oktober 2017 um 20.30 Uhr
in der Z-BAR

Lesung mit Gespräch

Fatma Aydemir liest aus ihrem Debütroman „Ellbogen“ (Hanser Verlag, 2017)

Zwischen Deutschland und Türkei – eine junge Frau auf der Suche nach Heimat.


Bild: © Buchcover: Hanser Verlag, 2017
Sie ist siebzehn. Sie ist in Berlin geboren. Sie heißt Hazal Akgündüz. Hazal ist verletzlich und zornig, voller Energie und unnütz selbst in Billig-Jobs, überschäumend vor Hoffnungen und Ängsten. Eigentlich könnte sie eine ganz gewöhnliche junge Frau sein. Nur dass ihre aus der Türkei eingewanderten Eltern sich in Deutschland bis heute fremd fühlen. Und dass Hazal auf ihrer Suche nach Heimat fatale Fehler begeht.

Erst ist es nur Diebstahl. Dann Gewalt. Hazal hat es satt, auf das Leben zu warten. Sie will sich verlieren und verlieben, sie weiß nicht, wohin mit ihren Gefühlen, die genauso aus ihr hervordrängen wie ihr atemloses Erzählen. Als die Polizei wegen Totschlag hinter ihr her ist, flieht sie in das zum Zerreißen angespannte Istanbul, wo sie noch nie in ihrem Leben war. Warmherzig und wild erzählt Fatma Aydemir von den vielen Menschen, die zwischen den Kulturen und Nationen leben.

Robert-Bosch-Stiftung
Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Förderprogramms Grenzgänger der Robert-Bosch-Stiftung unterstützt.

PRESSESTIMMEN

»Fatma Aydemir hat einen großartigen Roman geschrieben, der eine universelle Geschichte erzählt - die einer Emanzipation.«
Dennis Wagner, ARD ttt - titel, thesen, temperamente, 26.03.17

»Sozialdrama, Milieustudie – Fatma Aydemirs Roman ist beides, aber ihr Roman überrascht mit einer Heldin, die sich nicht so einfach in eine Schublade stecken lässt. (...) Fatma Aydemirs Buch bietet keine einfachen Lösungen an, sie wirft nur kluge Fragen auf. Ein unbedingt lesenswertes Debüt.« Marcella Drumm, WDR 3 „Gutenbergs Welt“, 12.03.17

»Mit ‚Ellbogen‘ hat Fatma Aydemir ein beachtliches Debüt vorgelegt. Die Geschichte ist knapp und rau erzählt, alle Figuren werden schonungslos seziert. Der Sound ist cool bis düster – ein packender Roman über eine brennende Frage unserer Zeit.«
Manfred Heinfeldner, SWR Kunscht!, 02.03.17

»»... ein wichtiger Roman über unsere gespaltene Gesellschaft.«
Nina Berendonk, Freundin Donna, 3/2017

»Ein wichtiges Buch. Ein wuchtiges Buch. Ein rasantes Buch.«
Anne-Dore Krohn, rbb Kulturradio, 11.02.17

»Wie Fatma Aydemir diese Figur heraufbeschwört, das ist sensationell. Ihr genügen wenige Sätze, um Menschen zu beschreiben, Lügen zu sezieren oder Verzweiflung und Frust spürbar zu machen. Und das in einem ganz eigenen Ton. Hazal erzählt mit Witz, aber auch unterschwellig aggressiv und immer treffend. (…) 'Ellbogen' trifft einen wie eine Ohrfeige zum Wachwerden. Der jungen deutschen Literatur kann das nicht schaden.«
Antje Deistler, Deutschlandfunk Büchermarkt, 07.02.17

»Fatma Aydemir hat mit ihrer Coming-of-Age Geschichte von Hazal einen politischen Roman geliefert, der aktueller nicht sein könnte.«
Laura Freisberg, BR2 Zündfunk, 02.02.17

»Dieser Roman ist ein Hammer. Er erwischt seine Leserinnen und Leser mit voller Wucht (…) Ein packender Roman, emotional und brutal – wie ein Schlag mit dem Ellbogen in die Magengrube.«
Katja Weise, NDR Kultur Neue Bücher, 01.02.17

»Es gibt immer wieder Momente, in denen man sich an Wolfgang Herrndorfs 'Tschick' oder an 'Scherbenpark' von Alina Bronsky erinnert fühlt. 'Ellbogen' ist das Protokoll einer Verrohung, die Aydemir auf beinahe dokumentarische Weise nachzeichnet: mit einer harten Sprache, knappen Dialogen und starken Szenen. Kein Multikulti-Idyll, auch kein cooles Metropolen-Panorama, sondern eine Mischung aus Psychogramm und bedrängender Milieustudie, die es in sich hat.«
Maike Albath, Deutschlandradio Kultur Lesart, 01.02.17

»Ein starkes, berührendes, wichtiges Debüt.«
Judith Liere, stern, 02.02.17

»Fatma Aydemir gibt den türkischen Neukölln-Mädchen endlich eine literarische Stimme. (…) Sie vermisst die engen Grenzen von Hazals Leben so genau, dass ihr Debüt für die Buchwelt werden könnte, was Fatih Akins 'Gegen die Wand' für die Filmlandschaft ist.«
Maren Keller, Literatur Spiegel, 2/2017

»Ein Debütroman, wie er sein muss: kontrovers, mit viel Energie und Mut.«
Thomas Schindler, ARD Morgenmagazin, 25.01.17


 Fatma Aydemir
Bild: © Bradley Secker
Fatma Aydemir wurde 1986 in Karlsruhe geboren. Sie studierte Germanistik und Amerikanistik in Frankfurt am Main. Seit 2012 lebt sie in Berlin und ist Redakteurin bei der taz. Als freie Autorin schreibt sie daneben für zahlreiche Zeitschriften, unter anderem fur Spex und das Missy Magazine. Ihr erster Roman „Ellbogen“ wurde für den Debütpreis der lit.COLOGNE 2017 nominiert.
Moderation: Britta Gansebohm
Der Literarische Salon Britta Gansebohm
in der Z-BAR
Bergstr. 2, Nähe S-Bahnhof Oranienburger Straße , 10115 Berlin
www.z-bar.de
Der literarische Salon
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